„Ein Bürger ist nicht, wer bloß in der Gesellschaft lebt, ein Bürger ist, wer sie ändert.” Augusto Boal

Tim Elschner (GRÜNE)

Tim Elschner

Fünf Fragen an: Tim Elschner

Tim Elschner
Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Wahlkreis 0
Listenplatz 2

Beruf: Jurist, Stadtbezirksbeirat
Jahrgang: 1968

1. Wenn Sie gewählt werden: Was wird Ihr erstes Vorhaben sein? 

Weil Politik nicht in Hinterzimmern stattfinden darf, werde ich mich weiter - unabhängig davon, ob ich in den Stadtrat erstmals gewählt werde - für mehr Mitbestimmung, eine bessere Bürgerbeteiligung und mehr Transparenz einsetzen. Denn politische Weichenstellungen sollen mit den LeipzigerInnen frühzeitig, transparent und verbindlich diskutiert und entwickelt werden. 

Ich werde deshalb auch weiter für eine Bürgerbeteiligungssatzung und ein Onlinebeteiligungsportal der Stadt Leipzig werben. Ein "echter" Bürgerhaushalt als weiteres kommunalpolitisches Vorhaben steht ebenfalls auf meiner Agenda. Auf dem Weg zu einem "gläsernen Rathaus" muss unter anderem die Informationsfreiheitssatzung weiter entwickelt werden.     

Damit Jugendliche in Leipzig endlich eine Stimme haben, braucht es das Jugendparlament! Deshalb habe ich an zahlreichen Workshops des Projektes "Jugendparlament" mitgewirkt. Den Grundsatzbeschluss will der Stadtrat dazu noch im Juni 2014 fällen. Es bedarf allerdings noch weiterer zeitnaher Schritte, damit die jungen Menschen endlich wählen können und die Arbeitsfähigkeit des Jugendparlaments hergestellt wird. 

2. Warum sind Sie gern in der Politik?

Für die Kommunalpolitik schlägt mein Herz. Als Mensch, der sehr gerne in Leipzig lebt, mische ich mich ein! Ich trete gerne mit Menschen vor Ort in einen direkten Gedankenaustausch. Ich habe Ideen und lasse mich gerne auch von Ideen anderer begeistern, damit Leipzig vielfältig und lebenswert bleibt. Denn: Die Stadt gehört uns allen!

Unter anderem deshalb bin ich seit 2009 ehrenamtliches Mitglied des Stadtbezirksbeirates Leipzig - Mitte - von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN benannt. Seit 2011 bin ich außerdem Mitglied des Vorstandes des Kreisverbandes BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig. 

3. Bei welchem Thema in Leipzig sehen Sie den größten Handlungsbedarf?

Kommunalpolitik ist so vielfältig an Themen, wie das Leben vielfältig ist. Großen Handlungsbedarf sehe ich deshalb unter anderem bei nachfolgenden (weiteren) Themen:

  • Die Energiewende auch in Leipzig umsetzen. 
  • Den Umweltverbund (Bahn, Bus, Fahrrad und Fußverkehr) weiter stärken. 
  • Für unsere Kinder und die nachfolgenden Generationen: die finanzielle Handlungsfähigkeit unserer Stadt stets im Auge behalten.
  • Investieren in gute Bildung, Kitas und Schulneubauten.
  • (Kultur-)Freiräume erhalten - und natürlich: das Naturkundemuseum.
  • Bezahlbaren Wohnraum in allen Stadtteilen sichern, damit kein Mensch verdrängt wird.
  • Vielfalt statt Einfalt, damit Leipzig bunt bleibt!   

4. Was sollte erreicht sein, damit Sie am Ende Ihrer Amtszeit von einem Erfolg sprechen können? 

Ganz grundsätzlich: Wenn immer mehr Menschen in Leipzig Freude haben, sich unter anderem bei Bürgerbeteiligungsverfahren aktiv einzumischen! Und sie erleben, dass ihre Anliegen von Stadtverwaltung und Stadtrat ernstgenommen sowie Vorschläge gut und nachvollziehbar abgewogen werden.

5. Warum sollten wir wählen gehen?

Für ein weltoffenes, tolerantes, vielfältiges und lebenswertes Leipzig ist eine lebendige Demokratie unverzichtbar! Die Menschen sollten deshalb wählen gehen, damit der künftige Stadtrat in diesem Anliegen gestärkt wird. Die Wahlberechtigten sollten dementsprechend verantwortungsbewussten StadtratskandidatInnen in ihren Wahlkreisen das Vertrauen mit ihren drei Stimmen am 25. Mai 2014 aussprechen!

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